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In diesem Jahr wird die Deutsche Schule nach Daniil Granin benannt

Bereits im Schuljahr 2021/2022 wird die DSP nach Daniil Granin benannt, darüber informierte im April unser ehemaliger Vorstandsvorsitzender Walter Denz.

Das Lebenswerk von Daniil Granin steht für eine bestimmte Erinnerungskultur, für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Russland. In seinem „Blockadebuch“ (verfasst zusammen mit dem weißrussischen Schriftsteller Ales Adamowitsch), der wohl bedeutendsten Chronik der Leningrader Blockade, wurden die Folgen der Einkesselung von Leningrad durch deutsche Besatzungstruppen auf erschütternde Weise dokumentiert.

Gleichzeitig steht der Name Daniil Granin, wie kaum ein anderer, aber auch für deutsch-russische Aussöhnung, die trotz der Gräuel des 2. Weltkrieges möglich geworden war. Granin, während der Blockade ein junger Soldat, bereiste er das Nachkriegsdeutschland mehrmals als Schriftsteller, schloss Freundschaften mit den bedeutendsten deutschen AutorInnen seiner Epoche — Heinrich Böll, Günter Grass u.a. Engagierte sich für das Wiederbeleben des deutsch-russischen Dialogs: durch seine Initiative beispielsweise entstand die nun langjährige Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg.

Dieses Engagement möchte die Deutsche Schule St. Petersburg würdigen — und den Zusatz „Daniil Granin Begegnungsschule“ annehmen.

Die Schüler lesen im Unterricht seine Werke, in der Schulbibliothek gibt es jetzt mehr Bücher von ihm und die Schule bereitet sich darauf vor, sein Andenken würdig zu vertreten.

Im Rahmen der offiziellen Benennungsveranstaltung soll auch eine Daniil Granin — Stele auf dem Schulhof eröffnet werden.

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